Dr.Brill Institutes News Center

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31. Mai 2021
Workshop: Vergabekriterien für die Zertifizierung von Antifouling-Systemen mit dem blauen Engel
Das Problem durch Bewuchs (= Fouling) auf Schiffen ist so alt wie die Schifffahrt selbst. Schiffsrümpfe werden über kurz oder lang von festsitzenden, pflanzlichen und tierischen Organismen besiedelt. Dieser Bewuchs erhöht den Reibungswiderstand der Schiffe, was die Fahrtgeschwindigkeit mindert und den Treibstoffverbrauch erhöht. Um das zu verhindern, werden Antifoulinganstriche benutzt. Nach derzeitiger Kenntnis sind rd. 75 % aller Antifoulinganstriche (AF) im Sportbootbereich und rd. 95% aller Beschichtungen in der Berufsschifffahrt kupferbasiert. Hinzu kommen weitere Biozide, die derzeit für diese Verwendung genehmigt sind. Alle diese Biozide werden direkt und intendiert in die Gewässer eingetragen und können dort, neben den eigentlichen Zielorganismen, auch andere im Gewässer lebende Organismen schädigen. Am Beispiel Kupfer konnte bereits gezeigt werden, dass die Emissionen aus Antifoulingbeschichtungen eine relevante Umweltbelastung darstellen. Eine Möglichkeit, diese Umweltbelastung zu minimieren, ist die Nutzung von Alternativen, die ohne die Abgabe von Bioziden die Bewuchsbildung verringern. Es stellen sich aber die Fragen: Wie umweltfreundlich und wie wirksam sind diese Alternativen? Das Umweltbundesamt lässt derzeit im Rahmen des Projektes FKZ 371 96541 50 diese Fragen prüfen, um daraus Kriterien für die Vergabe des Umweltzeichens Blauer Engel für Antifouling-Systeme zu entwickeln. Schlussendlich sollen mit dem Umweltzeichen alternative und umweltfreundliche Bewuchsschutzmethoden gefördert werden. In dem Online-Workshop soll nun ein erster Vorschlag für Vergabekriterien einem Interessentenkreis aus Herstellern, Behörden und NGOs vorgestellt werden. Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Der Workshop findet am 15.06.2021 von 09:00 - 12:00 und 13:00 - 16:00 Uhr statt.  Für weitere Fragen und eine Anmeldung melden Sie sich bitte bei folgender E-Mail-Adresse: jens.wallis@brillantifouling.com
14. Mai 2021
Dr. Brill + Partner GmbH ist Partner-Labor der School of Life Science im UKE
Jedes Jahr zum 1. August startet an der School of Life Science des UKE die Ausbildung zum/zur Biologisch-Technischen Assistentin*en. Die zweijährige Ausbildung richtet sich an alle mit großem Interesse an der Biologie und ganz besonders an verschiedensten Tätigkeiten im Labor. In den ersten 9 Monaten der Ausbildung steht noch die Theorie im Vordergrund. Daraufhin folgt ein Jahr, welches dem Sammeln von praktischer Erfahrung dient. In 3 Praktika á 4 Monaten bekommen die Schüler*innen die Chance, die unterschiedlichsten Institute kennenzulernen, wie u.a. auch uns, die Dr. Brill + Partner GmbH Institut für Mikrobiologie und Hygiene. Lukas Kuhn hat von 2017 - 2019 die Ausbildung an der School of Life Science des UKE absolviert. Sein erstes Praktikum hat er damals in unserem Institut auf Norderney durchgeführt. Nach der Ausbildung hat Lukas wieder zu uns gefunden und arbeitet seitdem bei uns auf Norderney. Dort ist er für die Technik zuständig. Lukas hält bestehende Teststände am Laufen, führt kleinere Reparaturen durch und ist an der Neuentwicklung von Testmethoden und -Geräten beteiligt. „Die Arbeit hier auf Norderney ist in sofern besonders, als dass hier jeder Tag anders ist. Man arbeitet viel draußen am Hafen und am Strand und ist dort von Wetter und Gezeiten abhängig. Meine Aufgaben hier sind sehr vielseitig aufgestellt, von Versuchsauswertung über Bildbearbeitung hin zu handwerklichen Tätigkeiten. Dazu kommt eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre mit Top-Kollegen.“ Eine Bewerbung bei der School of Life Science für den Ausbildungsstart August 2021 ist noch bis zum 31. Mai möglich. HIER geht es zur Website der School of Life Science.  Wir freuen uns darauf, unser Wissen und unsere Erfahrung an alle zukünftigen Praktikant*innen weiterzugeben.
29. März 2021
Neues Forschungsprojekt: HaptoCheck
Entwicklung eines standardisierten Prüfverfahrens zur Bewertung der Antihafteigenschaften von Oberflächen gegenüber Biofilmen auf Schiffsrümpfen Akronym: HaptoCheck - ZIM-Förderkennzeichen KK5193801KS0 Das vorliegende Projekt thematisiert die Entwicklung eines Prüfverfahrens zur Haftfestigkeit von mikrobiellen Belägen (Biofilmen) auf Schiffsrümpfen. Biofilme bilden das erste Stadium der Besiedelung von Oberflächen und schaffen die Grundlage für makroskopischen Bewuchs, der sich auf den Treibstoffverbrauch in der Schifffahrt negativ auswirkt. Das Hauptaugenmerk des Forschungsvorhabens liegt zunächst auf der Erstellung von Messreihen zur Ablösung der Biofilme von Prüfoberflächen in Abhängigkeit von der Wandschubspannung. Dazu wird eine Prüfapparatur im Labormaßstab hergestellt, um die Fahrgeschwindigkeit der Schiffe in der Praxis zu simulieren. Auf dieser Grundlage sollen abiotische Modellsubstanzen entwickelt werden, mit Hilfe derer die Haftung der mikrobiellen Oberflächenbeläge auf Antifouling-Beschichtungen in der Prüfapparatur nachgestellt und im Rahmen eines standardisierten Prüfverfahrens zur Quantifizierung derartiger Effekte eingesetzt werden kann. Anhand der Untersuchungsergebnisse ist eine abschließende Bewertung der Wirksamkeit solcher Beschichtungssysteme vorzunehmen, die die Entwickler in die Lage versetzen soll, die Antihafteigenschaften ihrer Produkte kostengünstiger und effektiver zu optimieren. Das dabei entstehende neue Prüfverfahren ist eine Screeningprüfung zur Abschätzung der Wirksamkeit von Antifoulingsystemen. Es handelt sich um ein jahreszeitlich unabhängiges Schnelltestverfahren, das den Farbfirmen schnelle Ergebnisse zur Weiterentwicklung an die Hand gibt. Das Verfahren wird die späteren halbjährlichen Freiwasseruntersuchungen mit den Erfolg versprechenden Varianten nicht ersetzen können, aber die Entwicklungsarbeit der Firmen beschleunigen.